Gipfelzeitung zum Download
Workshop-Phase I (11:30-13:15 Uhr) und Workshop-Phase II (14:15-16:00 Uhr)
Für die inhaltliche Gestaltung der Workshops sind die jeweiligen Workshopleitungen/-veranstalter verantwortlich.
WS 1: Globale MachtverhältnisseRaum:
Feierwerk, Hansa
39 |
|||
| (I –
vormittags)
Geopolitische
Veränderungen –
Konsequenzen und
Herausforderungen
mit Conrad Schuhler (Institut
für sozial-ökologische
Wirtschaftsforschung e. V.),
Sonja Schmid (Sozialforum
München) Workshopverantwortung:
Institut für
sozial-ökologische
Wirtschaftsforschung e.
V.
–
Die
Konsequenzen
der
globalen
Dimension
von
Kapital
und
Produktion
–
Das
Versagen
der
neoliberalen
Globalisierung
gemessen
an
den
Millenniumszielen
–
Die
Entstehung
neuer
Blöcke:
Die
Konfliktlinie
G7-Metropolen
versus
BRICS-Staaten
und
die
Gefahr
regionaler
und
großer
Kriege
|
|||
| (II –
nachmittags)
Handelsfragen,
EU-Politik und Global
Governance mit
Prof. Dr. h .c. Christa
Randzio-Plath (Stellv.
Vorsitzende von VENRO /
Vorsitzende des
Marie-Schlei-Vereins) und Sven
Hilbig (Brot für die Welt) Workshopverantwortung: VENRO, Brot für die Welt
VENRO
setzt
sich
in
seinem
Workshop
mit
der
Frage
der
globalen
Machtverhältnisse
auseinander.
Neben
der
zunehmenden
Problematik
der
„Club
Governance“
(G7/G8,
G20)
wird
der
geringer
werdende
Einfluss
internationaler
Organisationen
–
wie
des
Internationalen
Währungsfonds
(IWF)
und
der
Weltbank
(WB)
–
erörtert.
Ebenso
thematisiert
werden
die
Entwicklung
und
das
Erstarken
neuer
Akteursstrukturen
wie
der
BRICS-Staaten.
Im
Zuge
eines
knappen
Rückblicks
auf
die
nunmehr
40-jährige
Geschichte
der
G7
wird
die
Entwicklung
des
Wachstums
und
des
Handels
dezidierter
beleuchtet
und
diskutiert,
wie
eine
gerechtere
und
entwicklungsfreundlichere
Welt(handels)ordnung
erreicht
werden
könnte.
Hierbei
soll
auch
die
EU-Handelspolitik
–
von
der
Global
Europe
Strategie
(2006)
bis
hin
zu
den
heutigen
Verhandlungen
zum
transatlantischen
Freihandelsabkommen
TTIP
–
und
die
Rolle
der
Welthandelsorganisation
(WTO)
behandelt
werden.
Redebeitrag Sven Hilbig Linktipp: Handelspolitik der G7 konterkariert globale Nachhaltigkeitsziele – noch vor deren Verabschiedung |
|||
WS 2: Aktuelle Kriege und die Militarisierung der internationalen BeziehungenRaum: Freiheizhalle |
|||
| (I –
vormittags)
Kriegsschauplatz
Nahost (Syrien und
Nordirak) – Einfluss
der internationalen
Akteur*innen und Chancen
für einen
möglichen
Frieden mit
Prof. Sinan Birdal (Dozent an
der Universität
Istanbul/Türkei), N. N.
(Referentin
Syrien/Nordirak)
Was
passiert
in
und
um
Syrien/Nordirak/Kobane?
Wer
hat
welche
Interessen
in
Nahost?
Ein
Frieden
ist
möglich!
Aber
wie?
|
|||
| (II –
nachmittags)
Die Rolle der
BRD und EU – Einfluss
der Außenpolitik auf die
Innenpolitik – was wären
Alternativen?
mit Diethard Möller (Arbeit und
Zukunft) u. a.
Die
Rolle
Deutschlands,
als
EU-
und
NATO-Mitglied
im
internationalen
Machtkampf
und
die
Folgen
dieser
Außenpolitik
auf
1.
die
Innenpolitik
Deutschlands
(
Überwachungsstaat,
etc.
)
und
2.
Andere
Länder
Wohin
führt
diese
Entwicklung?
Was
kann
man
dagegen
machen?
|
|||
| Workshopverantwortung:
Düzgün Altun (Föderation
der Demokratischen
Arbeitervereine
(DIDF)
Gemeinsam
wollen
wir
auf
dem
Internationalen
Gipfel
der
Alternativen
in
dem
Workshop
2:
„Aktuelle
Kriege
und
die
Militarisierung
der
internationalen
Beziehungen“
einen
Blick
auf
die
aktuellen
Machtverhältnisse
und
deren
Interesse
in
den
aktuellen
Krisenherden
werfen.
Mit
Experten
zur
internationalen
Politik
aus
der
Türkei,
Ukraine,
Rojava
und
Deutschland
soll
ein
Überblick
gegeben
werden
was
die
aktuelle
Situation
ist
und
folgende
Fragen
geklärt
werden:
Wer
verfolgt
welche
Interessen
?
Wohin
kann
diese
Entwicklung
gehen?
Welche
Alternativen
gibt
es
?
|
|||
WS 3: FreihandelsregimeRaum:
Feierwerk |
|||
|
(Ia – vormittags)
TTIP ist nicht
neu – Freihandel im
globalen Kontext
Raum:
Feierwerk,
Orangehouse mit
Ulrike Herrmann (Journalistin,
Wirtschaftskorrespondentin
taz), Magdiel Sanchez Queiros
(Mexiko, Aktivist des Ständigen
Völkertribunals TPP), Malte
Daniljuk (Forschungsprojekt
„Geopolitische und
geoökonomische Veränderungen“
der RLS, Redakteur
Amerika21.de), Heike Hänsel
(entwicklungspolitische
Sprecherin der Linksfraktion im
Bundestag)
In
den
letzten
Jahrzehnten
wurden
bereits
Freihandelsprojekte
durchgesetzt.
Wir
werfen
insbesondere
einen
Blick
auf
das
Nordamerikanische
Freihandelsprojekt
NAFTA,
informieren
über
seine
Auswirkungen
und
stellen
Alternativen
wie
das
lateinamerikanische
Handelsabkommen
ALBA
vor.
Magdiel
Sanchez
Queiros
aus
Mexiko
ist
Aktivist
der
JEN
(Jóvenes
ante
la
emergencia
Nacional)
und
des
Ständigen
Völkertribunals
(TPP).
Sein
Beitrag
wird
sich
auf
die
Folgen
des
Freihandel
auf
die
Gesellschaft
beziehen.
Er
wird
über
die
Ergebnisse
des
Tribunals
berichten,
aber
auch
über
die
Erfahrungen
von
mehr
als
500
Organisationen
aus
ganz
Mexiko,
die
in
einem
mehrjährigen
Prozess
an
der
Vorbereitung
des
Tribunals
beteiligt
waren.
Workshopverantwortung: DIE LINKE |
|||
|
(Ib – vormittags)
TTIP stoppen –
Kritik und Widerstand
Raum:
Feierwerk: Kranhalle
mit Cornelia Reetz
(Campaign Manager, Europäisches
Bürgerbegehren gegen TTIP),
Klaus Ernst (stellv.
Vorsitzender der Fraktion DIE
LINKE), Prof. Dr. Christoph
Scherrer (Universität Kassel),
Luise Klemens
(Landesbezirksleiterin ver.di
Bayern)
Seit
2013
verhandeln
EU
und
USA
offiziell
über
TTIP.
Auf
dem
Verhandlungstisch
liegt
alles:
Finanzmarktregeln,
Arbeitnehmerrechte,
Verbraucherrechte,
Umweltstandards
und
vieles
mehr.
Die
konkreten
Inhalte
sollen
geheim
bleiben,
um
»den
Verhandlungserfolg
nicht
zu
gefährden«.
Doch
immer
mehr
Details
gelangen
an
die
Öffentlichkeit.
Wir
diskutieren
über
das,
was
bisher
bekannt
wurde
und
weshalb
TTIP
gestoppt
werden
muss.
|
|||
|
Moderation:
Nicole Gohlke (MdB,
DIE
LINKE) |
|||
|
|
|
||
WS 4: Klimawandel & globale GerechtigkeitRaum:
Kurt-Eisner-Verein |
|||
|
(I –
vormittags)
Klimagerecht
in ein globales
Abkommen in
Paris
Ende
des
Jahres
soll
in
Paris
beim
21.
Klimagipfel
zum
ersten
Mal
in
der
Geschichte
ein
Klimaabkommen
vereinbart
werden,
dass
2020
in
Kraft
treten
soll,
bei
dem
alle
Staaten
mitmachen.
Im
Gegensatz
zum
Kyoto-Protokoll,
wo
nur
die
Industriestaaten
sich
zu
Treibhausminderungen
verpflichtet
haben,
werden
nun
alle
Staaten
mitmachen,
selbst
wenn
sie
den
Klimawandel
nicht
verursacht
haben.
Dafür
erwarten
die
ärmsten
und
dem
Klimawandel
gegenüber
verletzlichsten
Staaten
auch
Unterstützung
bei
der
Anpassung
an
den
Klimawandel
und
bei
der
Bewältigung
bei
klimabedingten
Schäden
und
Verlusten.
Die
reichen
Länder
müssen
daher
auch
konkrete
finanzielle
Zusagen
gegenüber
den
armen
Ländern
machen
und
somit
den
Standpunkt
vertreten,
dass
niemand
im
Klimawandel
zurückgelassen
wird.
Input von: – Sabine Minninger, Referentin für Klimapolitik, Brot für die Welt – Der Klimawandel ist längst eine Bedrohung für die Ärmsten und Verletzlichsten – Hindou Oumarou Ibrahim, Coordinator of Indigenous Women and Peoples Association of Chad, Congo Basin Rep in IPACC – Die konkreten Herausforderungen des Klimawandels für die Menschen im Tschad – Jan Kowalzig, Referent für Klimawandel und Klimapolitik, Oxfam Deutschland – Was müsste und könnte der Klimagipfel in Paris leisten – eine realistische Erwartungshaltung! Moderation: Alexis Passadakis, attac Deutschland (tbc) |
|||
|
(II –
nachmittags) Ressourcenhunger
und
Klimagerechtigkeit
Schon
jetzt
ist
Lateinamerika
massiv
von
den
Auswirkungen
des
Klimawandels
betroffen:
Gletscherabschmelzen,
Dürren,
Wasserknappheit,
sintflutartige
Regenfälle
und
Überschwemmungen
u.
a.
Betroffen
ist
vor
allem
die
arme
Bevölkerung,
die
sich
aus
eigener
Kraft
kaum
an
die
Veränderungen
anpassen
kann.
Was
bedeutet
Klimagerechtigkeit
angesichts
des
Verursacherprinzips
–
wie
kann/sollte
der
globale
Norden
die
Menschen
in
der
Region
unterstützen?
Ebenso
steigert
der
immense
Ressourcenhunger
für
die
entwickelten
Industriestaaten
in
Lateinamerika
den
Druck
auf
Wasser,
Waldbestand
und
fruchtbaren
Boden.
„Erneuerbare
Energie“-Projekte
wie
große
Staudammprojekte,
Palmölplantagen,
riesige
Windkraftanlagen
sowie
Minen
und
Sojaplantagen
für
Futtermittel
dienen
in
erster
Linie
nicht
der
Versorgung
der
eigenen
regionalen
Bevölkerung,
sondern
sind
meist
für
den
Export
in
den
globalen
Norden
bestimmt.
Nach
einer
kurzen
Einführung
in
das
Thema
„Klimagerechtigkeit“
und
einen
Überblick
über
den
Ressourcenhunger
des
globalen
Nordens
werden
die
beiden
Referentinnen
die
Herausforderungen
angesichts
dieser
Realitäten
exemplarisch
an
der
Situation
in
ihren
Heimatländern
Mexico
und
Honduras
erläutern
sowie
ihr
Engagement
und
mögliche
Handlungsalternativen
vorstellen.
|
|||
|
|
|
|
|
WS 5: Globale Gesundheitspolitik: Kritik und AlternativenRaum: EineWeltHaus, Kleiner Saal 211/212 |
|||
|
(I – vormittags) Dimensionen der globalen Gesundheitskrise mit Anne Jung (medico international), Jörg Schaaber (BUKO Pharma-Kampagne), Sabrina Schmitt (Ärzte der Welt), Franҫois De Keersmaeker (Handicap International)
Die
multiple
Krise
ist
offensichtlich:
Finanzmarkt-
und
Verschuldungskrise,
Umwelt-
und
Klimakrise,
die
Krise
der
sozialen
Infrastruktur
und
vielerorts
eine
dramatische
Ernährungskrise
–
sie
alle
haben
erheblichen
Einfluss
auf
die
Gesundheit
der
Menschen.
Um
sich
den
Dimensionen
der
globalen
Gesundheitskrise
zu
nähern,
legen
wir
ein
umfassendes
Verständnis
von
Gesundheit
zugrunde
und
üben
Kritik
am
vorherrschenden
technisch-biomedizinischen
Paradigma,
durch
das
die
sozialen,
kulturellen
und
wirtschaftlichen
Lebensbedingungen
aus
dem
Fokus
geraten.
Wir
beleuchten
die
Gesundheitskrise
anhand
von
vier
Aspekten:
die
sozialen
und
politischen
Bedingungen
von
Krankheiten
am
Beispiel
der
Ebola
Epidemie;
die
grundlegenden
Schwächen
des
Forschungs-
und
Patentsystems
wie
sie
sich
bei
Antibiotika,
Krebsmitteln,
etc.
zeigen;
die
Exklusion
von
medizinischer
Versorgung
für
Menschen
am
Rande
der
Gesellschaft
in
Deutschland
und
Europa
und
die
Exklusion
von
Menschen
mit
Behinderung
von
der
Gesundheitsversorgung
in
Ländern
des
Südens.
All
dies
sind
Beispiele
für
eine
Politik,
die
das
ökonomische
Interesse
am
Profit
über
die
Rechte
der
Menschen
stellt
–
mit
verheerenden
Folgen.
|
|||
|
(II – nachmittags) Auseinandersetzungen, Alternativen und existierende Widerstandspraxis mit Dr. Dr. Jens Holst (Deutsche Plattform für globale Gesundheit, DPGG), Thomas Gebauer (medico international), Sabrina Schmitt (Ärzte der Welt), Franҫois De Keersmaeker (Handicap International)
Die
Verwirklichung
des
Menschenrechts
auf
Gesundheit
erfordert
eine
radikale
Veränderung
des
herrschenden
Entwicklungsparadigmas.
Nicht
in
weiterer
Privatisierung
liegt
die
Lösung,
sondern
in
öffentlicher
Verantwortung.
Die
Schaffung
bzw.
Demokratisierung
gesellschaftlicher
Institutionen
aber
gelingt
nicht
ohne
öffentlichen
Druck.
Notwendig
sind
alternative
Konzepte
und
Strategien.
Darüber
wollen
wir
in
globaler
wie
in
lokaler
Perspektive
debattieren:
Die
deutsche
Plattform
für
Globale
Gesundheit
wirft
einen
kritischen
Blick
auf
die
Politik
der
Bundesregierung
und
stellt
die
sozialen
und
politischen
Bedingungen
von
Gesundheit
in
den
Mittelpunkt.
Mit
der
Schaffung
eines
Internationalen
Gesundheitsfonds
wäre
die
bisherige
geberbestimmte
Gesundheitsfinanzierung
in
eine
verpflichtende,
dem
Solidarprinzip
unterliegende
Zusammenarbeit
zu
überführen.
Ein
Beispiel
aus
München
zeigt,
dass
auch
hier
Menschen
das
Recht
auf
Gesundheit
verwehrt
wird
und
welche
konkreten
Schritte
zu
ihrer
Unterstützung
gegangen
werden
können.
Zuletzt
zeigen
wir
auf,
wie
lokale
Organisationen
von
Menschen
mit
Behinderung
in
Maghreb-Staaten
ihr
Recht
auf
Zugang
zu
Gesundheitsversorgung
einklagen
und
durchsetzen.
|
|||
|
Moderation:
Kai Schäfer
(Nord-Süd-Forum
München) |
|||
|
|
|
|
|
WS 6: Konzernmacht grenzenlosRaum: Gewerkschaftshaus, Großer Saal |
|||
| (I –
vormittags)
Die G7 und das
weltweite
Landwirtschafts- und
Ernährungssysten
mit Gertrud Falk, (FIAN
Deutschland), Luis Muchanga
(UNAC, Mosambik), Jan Urhahn
(INKOTA-netzwerk), Marita
Wiggerthale (Oxfam Deutschland)
und Gertraud Gafus (AbL)
Workshopverantwortung: FIAN
Deutschland,
INKOTA-netzwerk,
Oxfam
Deutschland
e.V.,
Brot für
die
Welt,
Forum
Umwelt
&
Entwicklung,
Mission
EineWelt,
Arbeitsgemeinschaft
bäuerliche
Landwirtschaft
e.V.
(AbL),
Misereor
und
Welthungerhilfe.
Agrar-
und
Lebensmittelkonzerne
bestimmen
immer
stärker
über
Anbau
und
Verkauf
von
Nahrungsmitteln
weltweit.
Regierungen
in
Nord
und
Süd
leisten
dieser
Entwicklung
Vorschub,
indem
sie
Freihandelsabkommen
abschließen,
strikte
Saatgutgesetze
einführen,
ein
investorenfreundliches
politisches
Umfeld
schaffen
und
den
Konzernen
Zugang
zu
Land
und
neuen
Märkten
erschließen.
Der
G7
kommt
hierbei
eine
besondere
Bedeutung
zu,
weil
viele
führende
Konzerne
und
Supermarktketten
ihren
Sitz
in
diesen
Ländern
haben
und
die
G7-Regierungen
Politik
in
ihrem
Interesse
betreiben.
Die
Folgen
dieser
Politik
bedeuten
für
kleinbäuerliche
Gemeinschaften
im
Globalen
Süden
meist
Verdrängung,
Armut
und
Hunger.
Ein
drastisches
Beispiel
dafür
ist
die
Neue
Allianz
für
Ernährungssicherung
der
G7-Regierungen.
Das
angebliche
Programm
zur
Hungerbekämpfung
entpuppt
sich
bei
genauer
Betrachtung
in
den
meisten
Fällen
als
ein
Vorhaben
zur
einseitigen
Förderung
des
Agrobusiness
–
zulasten
kleinbäuerlicher
Landwirtschaft.
Wie
reagieren
bäuerliche
Organisationen
aus
Nord
und
Süd
darauf?
Wie
müsste
ein
globales
Ernährungssystem
aussehen,
das
statt
auf
Konzerne
auf
Bäuerinnen
und
Bauern
setzt?
Und
wie
kann
Ernährungssouveränität
erreicht
werden?
|
|||
|
|
|
||
WS 7: Menschenrechte vor KonzerninteressenRaum: EineWeltHaus, Weltraum U09 |
|||
|
(I –
vormittags)
Ausbeutung
in globalen
Agrar- und
Rohstoff-Lieferketten
mit Anuradha
Talwar
(Generalsekretärin der
West Bengal Agricultural
Workers Union, Indien),
Benjamin Luig
(Misereor), Sven Hilbig
(Brot für die Welt)
Workshopverantwortung:
Misereor, Brot
für die
Welt
Hinter
dem
„Weltmarkt“
steht
ein
komplexes
und
intransparentes
System,
in
dem
mächtige
Konzerne
ihre
Rohstoffe
aus
globalen
Zulieferketten
beziehen.
Durch
Preisdruck
entlang
dieser
Ketten
gelingt
es
Markenkonzernen,
sich
ihre
notwendigen
Rohstoffe
billig
zu
beschaffen.
Bei
der
Herstellung
von
Agrarrohstoffen
oder
metallischen
Rohstoffen
sind
Ausbeutung
und
Menschenrechtsverletzungen
an
der
Tagesordnung.
Zugleich
entziehen
sich
globale
Lieferketten
der
Regulierung
nationalstaatlicher
Politik.
Nach
wie
vor
haben
die
meisten
Markenkonzerne,
die
diese
Ketten
dominieren,
ihren
Sitz
in
G7
Staaten.
Beispiel
metallische
Rohstoffe:
Ein
Viertel
des
Kupfers,
dass
die
deutsche
Auto-
und
Elektroindustrie
verwendet,
stammt
aus
Peru,
wo
es
dramatische
Konflikte
um
Vertreibung
durch
Minen
gibt.
Beispiel
Agrarrohstoffe:
Drei
Konzerne
dominieren
80%
des
Handels
mit
Tee,
zugleich
belegen
Studien
das
Ausmaß
von
Mangelernährung
unter
den
Teearbeiterinnen
in
Kernanbauregionen
wie
Indien
oder
Sri
Lanka.
Welche
Formen
der
transnationalen
Regulierung
sind
notwendig?
Welche
Bündnisse
zwischen
Gewerkschaften,
Aktivisten
und
NRO
sind
möglich?
|
|||
|
|
|
|
|
WS 8: Flucht- und AsylpolitikRaum:
EineWeltHaus
Großer Saal
E01 |
|||
|
(I – vormittags) Fluchtursachen und die tödliche Flüchtlingspolitik der Herrschenden mit Ufuk Berdan (Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland), Wahida Samad, Aissa und Melissa.
Im
Workshop
wird
den
Fluchtursachen
auf
den
Grund
gegangen
und
die
sozial
politische
Ungleichheit
erörtert,
wobei
die
„Harmonisierte
Flüchtlingspolitik
der
EU“
hervorgehoben
werden
soll.
Dabei
soll
der
Horizont
mit
den
persönlichen
Erfahrungen
politischer
Flüchtlinge
aus
Kobanê
und
Eritrea
erweitert
werden.
Ziel
des
Workshops
ist
es,
ein
sozial
gerechtes
und
humanitäres
System
für
das
Asyl-
und
Migrantenrecht
zu
finden
und
sich
aktiv
und
gemeinsam
für
eine
solidarische
Gesellschaft
einzusetzen!
|
|||
|
(II – nachmittags) Flucht und Asyl: ein unsicheres Leben in der Warteschleife ohne Zukunftsperspektiven!
Aktuell
sind
viele
Menschen
auf
Grund
von
Krieg,
Armut,
Menschenrechtsverletzungen
oder
politischer
Verfolgung
auf
der
Flucht
nach
Europa
und
nach
Deutschland.
Doch
in
Deutschland
werden
den
Geflüchteten
oft
Steine
in
den
Weg
gelegt.
Der
Workshop
dreht
sich
weniger
um
die
Ursachen
der
Flucht
sondern
mehr
um
die
Schwierigkeit,
in
Deutschland
Fuß
zu
fassen.
Am
Bespiel
dreier
geflüchteter
Frauen,
die
ihre
Geschichte
erzählen
werden,
wird
erarbeitet,
was
sich
in
der
Flüchtlingspolitik
dringend
ändern
muss
und
was
wir
selbst
dazu
beitragen
können
um
eine
gute
Willkommenskultur
zu
leben.
|
|||
WS 9: Globale Energiegerechtigkeit: Recht auf Energie – kein Recht auf Naturzerstörung –Raum: Komkar |
|||
|
(I – vormittags)
Ökologische
und soziale
Auswirkungen der
Energiepolitik
der G7-Staaten
in den Ländern
des Südens und
in Europa
Der
Workshop
startet
mit
zwei
Inputs.
Im
ersten
werden
die
Auswirkungen
der
Energiepolitik
auf
Länder
des
Südens
thematisiert:
•
Welche
globalen,
sozialen
und
ökologischen
Auswirkungen
hat
die
fossile
Energiepolitik?
•
Welchen
ökologischen
und
sozialen
Preis
zahlen
die
Länder
des
Südens
für
den
Energiehunger
des
Nordens?
•
Welche
globale
Rolle
sollte
Deutschland
einnehmen?
Der
zweite
Input
beschäftigt
sich
mit
den
Auswirkungen
der
Energiepolitik
auf
Europa
und
Deutschland
•
Welche
sozialen
und
ökologischen
Auswirkungen
hat
die
fossile
Energiepolitik
in
Europa?
•
Wie
lange
können
sich
die
Armen
in
Europa
Energie
noch
leisten?
(II
– nachmittags)
Alternativen zur
Energiepolitik
der
G7-Staaten
Im
zweiten
Block
soll
es
darum
gehen,
welche
Alternativen
der
Energiepolitik
der
G7-Staaten
entgegengesetzt
werden
können
und
wo
es
Schnittmengen
oder
mindestens
Berührungspunkte
der
unterschiedlichen
Akteure
gibt.
Es
soll
dazu
drei
Inputs
von
Aktivistinnen
geben:
a)
Anti-Kohle-
oder
Anti-Fracking-Bewegung
b)
Erwerbslosenbewegung
c)
Akteure
aus
dem
Süden
Workshopverantwortung: Attac Deutschland , Brot für die Welt u.a. |
|||
WS 10: KlimakriseRaum: EineWeltHaus, Gruppenraum U20 |
|||
| (I –
vormittags) Mit Vollgas
in die Klimakrise!?
Verkehrspolitische
Weichenstellungen für
wirksamen Klimaschutz
mit Markus Ganserer,
MdL, Sprecher für Mobilität
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
im Bayerischen Landtag
Das
Jahr
2015
wird
–
mit
der
Klimaschutzkonferenz
in
Paris
ab
30.
November
–
ein
Entscheidungsjahr
für
den
Klimaschutz
werden.
Es
wäre
dringend
notwendig,
aus
Deutschland
deutliche
Aufbruchssignale
in
Richtung
Paris
zu
senden.
Zwar
sind
die
Treibhausgasemissionen
in
Deutschland
2014
erstmals
seit
drei
Jahren
gesunken.
Die
Emissions¬minderung
um
4,3
Prozent
war
aber
zum
Teil
auch
dem
milden
Wetter
geschuldet.
Dagegen
sind
die
Emissionen
im
Verkehr
um
mehr
als
3
Prozent
gestiegen.
Ursache
dafür
ist
eine
gesteigerte
Verkehrsleistung.
Um
unsere
Klimaschutzziele
zu
erreichen,
muss
deshalb
neben
der
Energiewende
auch
die
Verkehrswende
eingeleitet
werden.
Die
Herausforderung
der
Mobilitätspolitik
wird
es
sein,
Mobilität
zu
ermöglichen,
unnötigen
Verkehr
zu
vermeiden,
Verkehr
von
der
Straße
auf
die
Schiene
zu
verlagern
und
den
stattfindenden
Individualverkehr
so
umweltgerecht
wie
möglich
zu
gestalten.
Bei
dem
Vortrag
werden
die
dafür
nötigen
Weichenstellungen
vorgestellt.
|
|||
| (II –
nachmittags)
Kampf gegen die
Klimakrise:
Aktiver
Klimaschutz auf
kommunaler
Ebene
mit
Martin Stümpfig, MdL, Sprecher
für Energie und Klimaschutz
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
im Bayerischen Landtag und eine
Mitarbeiterin aus dem
Klimaschutzteam von Green City
Energy (www.greencity-energy.de)
Aktiver
und
effizienter
Klimaschutz
gelingt
nur
von
unten.
Auf
der
kommunalen
Ebene
gibt
es
mannigfaltige
Handlungsmöglichkeiten.
Gerade
wenn
die
Landes-
und
Bundespolitik
versagt,
wie
es
derzeit
beim
Klimaschutz
der
Fall
ist,
können
kommunale
Leuchtturmprojekte
zum
Handeln
animieren
und
Wege
aus
der
Klimakrise
aufzeigen.
Martin
Stümpfig
war
über
10
Jahre
im
kommunalen
Klimaschutz
tätig
und
hat
das
Ansbacher
Klimaschutzkonzept
mit
entwickelt.
Green
City
Energy
hat
ein
ganzes
Klimaschutz-Team
und
arbeitet
seit
vielen
Jahren
mit
engagierten
Kommunen
zusammen.
Der
Vortrag
wird
aufzeigen
welche
Klimaschutzprojekte
besonders
Erfolg
versprechen,
welche
Fördermöglichkeiten
vorhanden
sind
und
wie
Stadt-
und
Gemeinderäte
überzeugt
werden
können.
|
|||
| Workshopverantwortung: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag | |||
WS 11: Die Meere, die letzte Kolonie!Über die globale Bedeutung internationaler Meerespolitik zwischen Tiefseebergbau, Ernährungssicherheit und der Aufteilung der Welt Raum: EineWeltHaus, Tanzraum U13 |
|||
| (I
–
vormittags)
Die
Meere,
die
letzte
Kolonie!
Ernährungssicherheit,
Fischerei
und
Meeresschutz
mit
Kai Kaschinski (Fair Oceans),
Francisco Mari (Brot für die
Welt), Christoph Spehr (Fair
Oceans), Anna Katharina Wöbse
(Fair Oceans)
Die
Meerespolitik
ist
erstmals
zu
einem
der
Schwerpunktthemen
eines
G7-Gipfels
gemacht
worden.
Konkret
sollen
die
»Governance«
auf
der
Hohen
See,
die
Verschmutzung
der
Meere
durch
Müll,
Nähr-
und
Schadstoffe
sowie
die
Regelwerke
für
den
Tiefseebergbau
erörtert
werden.
Die
europäischen
Staaten,
aber
auch
die
USA,
haben
in
den
letzten
Jahren
bereits
eine
ganze
Reihe
von
meerespolitischen
Initiativen
gestartet,
die
darauf
zielen,
zum
einen
ein
sogenanntes
»Blaues
Wachstum«
zu
erzeugen
und
zum
anderen
durch
die
Regulierung
der
maritimen
Politiken
Einfluss
auf
die
Ressourcenverteilung
und
das
globale
Machtgefüge
zu
nehmen.
Letzte
Grenzen
werden
hierbei
überschritten
und
bisher
weitgehend
unberührte
Naturräume
erobert,
womit
ein
Wettlauf
um
die
marinen
Schätze
eingesetzt
hat
und
zahlreiche
Verteilungskämpfe
entbrannt
sind.
An
allen
Küsten
der
Weltmeere
zeigen
sich
die
Auswirkungen
dieser
Politik.
Umweltzerstörungen
wie
nach
dem
Untergang
der
Deepwater
Horizon
oder
die
Bedrohung
der
Existenzgrundlagen
von
Küstengemeinden
in
Westafrika
durch
illegal
fischende
Trawler
sind
Beispiele
dafür.
Im
ersten
Teil
thematisieren
wir
die
Bereiche
Fischerei
und
Meeresschutz.
|
|||
| (II
–
nachmittags)
Die
Meere,
die
letzte
Kolonie!
Tiefseebergbau,
Rohstoffausbeutung
und das
Meer als
Gemeingut
mit
Kai Kaschinski (Fair Oceans),
Francisco Mari (Brot für die
Welt), Christoph Spehr (Fair
Oceans), Anna Katharina Wöbse
(Fair Oceans)
Die
Meerespolitik
ist
erstmals
zu
einem
der
Schwerpunktthemen
eines
G7-Gipfels
gemacht
worden.
Konkret
sollen
die
»Governance«
auf
der
Hohen
See,
die
Verschmutzung
der
Meere
durch
Müll,
Nähr-
und
Schadstoffe
sowie
die
Regelwerke
für
den
Tiefseebergbau
erörtert
werden.
Die
europäischen
Staaten,
aber
auch
die
USA,
haben
in
den
letzten
Jahren
bereits
eine
ganze
Reihe
von
meerespolitischen
Initiativen
gestartet,
die
darauf
zielen,
zum
einen
ein
sogenanntes
»Blaues
Wachstum«
zu
erzeugen
und
zum
anderen
durch
die
Regulierung
der
maritimen
Politiken
Einfluss
auf
die
Ressourcenverteilung
und
das
globale
Machtgefüge
zu
nehmen.
Letzte
Grenzen
werden
hierbei
überschritten
und
bisher
weitgehend
unberührte
Naturräume
erobert,
womit
ein
Wettlauf
um
die
marinen
Schätze
eingesetzt
hat
und
zahlreiche
Verteilungskämpfe
entbrannt
sind.
An
allen
Küsten
der
Weltmeere
zeigen
sich
die
Auswirkungen
dieser
Politik.
Umweltzerstörungen
wie
nach
dem
Untergang
der
Deepwater
Horizon
oder
die
Bedrohung
der
Existenzgrundlagen
von
Küstengemeinden
in
Westafrika
durch
illegal
fischende
Trawler
sind
Beispiele
dafür.
Im
zweiten
Teil
thematisieren
wir
die
Bereiche
Tiefseebergbau
und
das
Meer
als
Gemeingut.
|
|||
| Workshopverantwortung: FairOceans, Bremen; Brot für die Welt | |||
WS 12: G7 und die Stärkung von FrauenRaum:
Feierwerk, Sunni
Red |
|||
| (I – vormittags) Gleichstellung kann keine weiteren 20 Jahre warten! | |||
| mit Prof. Dr. h.c.
Christa Randzio-Plath (Stellv.
Vorsitzende von VENRO /
Vorsitzende des
Marie-Schlei-Vereins), Carsta
Neuenroth (Referentin Gender bei
Brot für die Welt), Jeannette
Böhme (Referentin für Politik
und Menschenrechte bei medica
mondiale) Workshopverantwortung:
VENRO
20
Jahre
nach
der
Weltfrauenkonferenz
und
der
Verabschiedung
der
Aktionsplattform
von
Peking
ist
es
noch
ein
weiter
Weg
bis
zur
Durchsetzung
von
Gleichstellung.
Frauen
sind
jedoch
als
Akteurinnen
in
der
Entwicklungszusammenarbeit
sichtbar
geworden
und
setzen
sich
aktiv
für
die
Durchsetzung
ihrer
Rechte
ein.
Dennoch
bleiben
die
strukturellen
Ursachen
der
Geschlechterungleichheit
vielerorts
unangetastet.
Der
Workshop
thematisiert,
wie
das
Leben
vieler
Frauen
weltweit
noch
immer
von
Diskriminierung,
Gewalt,
Armut
und
Hunger
geprägt
ist.
Es
wird
jedoch
auch
aufgezeigt,
wie
ökonomisches
und
politisches
Empowerment
zur
Verbesserung
der
Lage
von
Frauen
beitragen
und
Gewalt
bekämpft
werden
kann.
|
|||
WS 13: Austeritätspolitik am Beispiel Griechenland (I und II)Raum: Feierwerk Kranhalle Café |
|||
| mit Paul Kleiser
(Sozialforum München) und Lena
Kougea (Mitglied bei Solidarity
for all, arbeitet in der
„sozialen Apotheke in Athen)
u.a.Workshopverantwortung:
Sozialforum München
Die
von
der
Troika
(aus
EU-Kommission,
Europäischer
Zentralbank
und
IWF)
seit
2010
der
griechischen
Regierung
aufgezwungene
Sparpolitik
hat
zu
einer
tiefen
wirtschaftlichen
und
sozialen
Krise
geführt,
die
nur
mit
der
in
Russland
nach
dem
Zusammenbruch
der
Sowjetunion
1990
oder
der
am
Ende
der
Weimarer
Republik
verglichen
werden
kann.
•
Die
Arbeitslosigkeit
stieg
zeitweilig
auf
fast
30
Prozent
und
verharrt
immer
noch
bei
fast
27
Prozent;
die
Jugendarbeitslosigkeit
liegt
bei
etwa
55
%,
obwohl
Tausende
von
jungen
Menschen
ins
Ausland
abgewandert
sind;
•
Seit
2010
sind
die
Löhne
und
Renten
zwischen
einem
Drittel
und
60%
gefallen.
Die
völlig
unzureichende
Arbeitslosenunterstützung
wird
höchstens
ein
Jahr
bezahlt
und
beträgt
zwischen
180
und
468
Euro.
Jedes
Jahr
verlieren
immer
noch
über
200.000
Menschen
ihren
Job;
viele
warten
monatelang
auf
ihr
Geld
oder
arbeiten
ohne
Bezahlung,
nur
um
krankenversichert
zu
bleiben.
•
Die
Steuern
wurden
massiv
erhöht
und
es
wurde
eine
neue
Immobiliensteuer
eingeführt,
die
vor
allem
den
Mittelstand
und
die
Armen
schröpft.
Über
300.000
Haushalten
(häufig
mit
Kindern)
wurde
der
Strom
abgestellt,
weil
sie
die
Rechnungen
nicht
bezahlen
können.
•
Besonders
dramatisch
ist
die
Lage
im
Gesundheitswesen,
weil
die
Troika
verfügt
hat,
dass
höchstens
sechs
Prozent
des
Brutto-Inlandsproduktes
(BRD
11%)
für
Gesundheit
ausgegeben
werden
dürfen.
Aufgrund
der
Arbeitslosigkeit
verlieren
viele
Menschen
(inzwischen
ca.
30%
der
Bevölkerung)
ihre
Krankenversicherung
und
müssen
die
Kosten
selbst
bezahlen
–
ein
Todesurteil
für
schwer
und
dauerhaft
erkrankte
arme
Menschen.
•
Die
Sparbemühungen
führten
nicht
zu
einer
Reduzierung,
sondern
einem
massiven
Wachstum
der
Staatsverschuldung
auf
176%
des
BIP,
weil
die
Wirtschaft
um
gut
25
Prozent
einbrach.
Die
Austeritätspolitik
wirkte
also
massiv
krisenverschärfend.
Bei
einem
Gesamthaushalt
von
etwa
50
Mrd.
Euro
soll
Griechenland
in
diesem
Jahr
17
Milliarden
an
Zins
und
Tilgung
an
die
ausländischen
Gläubiger
zurückzahlen
–
was
ohne
weitere
Verarmung
nicht
gehen
kann.
Die
gehorsame
Durchsetzung
der
Vorgaben
der
Troika
hat
zur
Wahlniederlage
der
konservativ-sozialdemokratischen
Regierung
Samaras/Venizelos)
und
zum
Wahlsieg
der
Linkspartei
Syriza
geführt.
Doch
die
Troika
versucht
alles,
den
Handlungsspielraum
der
neuen
ungeliebten
Regierung
soweit
einzuschränken,
dass
sie
noch
nicht
einmal
die
Hilfsprogramme
für
die
Armen
und
Bedürftigen
(wie
freien
Zugang
zu
einfachen
Gesundheitsdiensten
und
Strom)
umsetzen
kann.
Die
Troika
hat
bislang
alle
Vorschläge
der
neuen
griechischen
Regierung,
die
Schulden
neu
zu
verhandeln
und
eine
europäische
Schuldenkonferenz
einzuberufen,
abgelehnt.
Dasselbe
gilt
für
den
Vorschlag,
die
Rückzahlung
der
Schulden
an
die
wirtschaftliche
Entwicklung
zu
knüpfen.
Auch
ein
Überbrückungskredit
für
eine
Übergangszeit,
um
soziale
Maßnahmen
zu
finanzieren,
wurde
abgelehnt.
Wenn
sich
aber
Premierminister
Tsipras
nach
Moskau
und
sein
Vize
Dragasakis
nach
Peking
aufmachen,
um
neue
Finanzquellen
zu
erschließen,
dann
ist
das
Geschrei
über
die
„undankbaren
Griechen“
groß.
Gerade
die
deutsche
Presse
veröffentlichte
zahllose
tendenziöse
Artikel
mit
teilweise
rassistischen
Vorurteilen
und
volksverhetzenden
Sprüchen.
|
|||
WS
14:
Finanzmärkte
und
(öffentliche)
Schulden
– Wem
gehört
das
Geld,
wer hat
welche
Interessen
und ist
ein
Schuldenschnitt
wirklich
gefährlich?
|
|||
| (I vormittags) Finanzmärkte: Geld ohne Ende? | |||
|
mit Karsten Peters (Attac Deutschland), Markus Henn (Weed e.V.)
Internationale
Finanzmärkte
–
kein
Buch
mit
sieben
Siegeln:
nach
welchen
Regeln
funktionieren
die
Finanzmärkte,
wer
sind
die
wesentlichen
Akteure
und
was
ist
seit
Beginn
der
aktuellen
Finanzkrise
passiert?
Eine
erste
Bestandsaufnahme
geht
der
Frage
nach,
wie
Finanzmärkte
funktionieren,
wird
einen
Blick
auf
die
globalen
Verflechtungen
werfen,
einen
Blick
darauf
werfen,
was
seit
Beginn
der
Finanzkrise
bei
der
Regulierung
der
Finanzmärkte
passiert
ist
und
der
Frage
nachgehen,
wem
das
Geld
denn
nun
eigentlich
gehört.
(II nachmittags) Öffentliche Schulden – ist ein Schuldenschnitt wirklich so gefährlich? mit Jürgen Kaiser (erlassjahr.de), Kiama Kaara (Kenya Debt Relief Network)
In
der
EU
ist
es
zur
Zeit
in
erster
Linie
Griechenland,
global
betrachtet
stecken
aber
zahlreiche
weitere
Länder
in
der
Schuldenfalle.
Wir
diskutieren
verschiedene
Modelle
des
Schuldenschnitts
und
mögliche
Folgen
für
die
Finanz-
wie
die
Realwirtschaft
und
für
die
Vermögensverteilung.
Im
Zentrum
der
Betrachtung
steht
dabei
die
Situation
in
Zentralafrika,
besonders
in
Kenia.
Workshopverantwortung: attac Deutschland, erlassjahr.de, Weed e.V.
|
|||